Innenausbau planen: Checkliste in 10 Schritten
Vom Bedarf bis zur Abnahme: die zehn Schritte, mit denen ein Innenausbau in Budget und Termin bleibt, mit der Reihenfolge der Gewerke, typischen Dauern und sinnvollen Reserven.
Von BAU26, WallisellenAktualisiert am 11. September 20263 Min. Lesezeit

Kurz gesagt
- Planen Sie zuerst Nutzung und Budget, dann Materialien. Wer umgekehrt vorgeht, bezahlt Änderungen doppelt.
- Halten Sie 10 bis 15 Prozent des Budgets als Reserve zurück, im Altbau eher 20 Prozent.
- Die Reihenfolge der Gewerke ist fix: Abbruch, Rohinstallation, Trockenbau, Gipser, Boden, Maler, Schreiner, Montage.
- Ein Ansprechpartner für alle Gewerke spart erfahrungsgemäss zwei bis drei Wochen Bauzeit.
Die zehn Schritte
- 01Bedarf klären: Wer nutzt die Räume wie, heute und in zehn Jahren? Schreiben Sie auf, was fehlt und was stört.
- 02Budget festlegen: Bestimmen Sie den Gesamtrahmen, bevor Sie Materialien anschauen, und reservieren Sie 10 bis 20 Prozent für Unvorhergesehenes.
- 03Bestand aufnehmen: Grundriss, Leitungen, Tragstruktur, Feuchtigkeit und Schallschutz. Im Altbau lohnt sich eine Sondierung, bevor geplant wird.
- 04Rahmenbedingungen prüfen: Baubewilligung, Zustimmung der Vermieterschaft oder der Stockwerkeigentümer, Hausordnung und zulässige Arbeitszeiten.
- 05Konzept und 3D-Planung: Grundriss, Lichtführung, Stauraum und Materialien werden festgelegt und visualisiert. Änderungen sind jetzt gratis, später nicht.
- 06Angebot mit Positionen: Verlangen Sie ein Angebot, das Gewerke und Materialien einzeln ausweist, mit Terminplan und Zahlungsplan.
- 07Materialien bemustern: Böden, Fronten, Platten und Farben im Original vergleichen, nicht am Bildschirm.
- 08Bauzeit organisieren: Wo wohnen Sie während der Arbeiten? Wo lagern die Möbel? Wer hat Zugang zum Objekt?
- 09Ausführung begleiten: Ein wöchentlicher Termin auf der Baustelle mit der Projektleitung reicht, um Entscheidungen rechtzeitig zu treffen.
- 10Abnahme und Dokumentation: Mängel schriftlich festhalten, Garantien und Pflegehinweise ablegen, Revisionspläne aufbewahren.
Die Reihenfolge der Gewerke
Innenausbau folgt einer festen Logik, weil jedes Gewerk auf dem vorherigen aufbaut: zuerst Abbruch und Entsorgung, dann die Rohinstallation von Sanitär, Elektro und Heizung. Es folgen Trockenbau und Gipserarbeiten, danach Unterlagsboden und Bodenbelag, anschliessend die Malerarbeiten und zuletzt Schreinerarbeiten, Küche sowie die Montage von Leuchten und Armaturen. Wer diese Reihenfolge einhält, vermeidet Wartezeiten und beschädigte Oberflächen.
| Umfang | Dauer | Beispiel |
|---|---|---|
| Einzelraum | 1 – 2 Wochen | Bodenersatz, Malerarbeiten, Einbauschrank |
| Teilausbau | 3 – 6 Wochen | Küche oder Bad plus angrenzende Räume |
| Komplettausbau | 8 – 14 Wochen | Alle Räume, neue Leitungen, neue Böden und Türen |
Wo Reserven wichtig sind
Unvorhergesehenes entsteht fast immer beim Öffnen von Böden und Wänden: alte Leitungen, feuchte Stellen, Asbest in Bodenbelägen und Klebern aus der Zeit vor 1990. Deshalb gehört in jedes Budget eine Reserve. In Neubauten reichen zehn Prozent, in Altbauten sollten es 15 bis 20 Prozent sein. Wird die Reserve nicht gebraucht, bleibt sie Ihnen.
Alles aus einer Hand oder einzeln vergeben?
Wer die Gewerke einzeln vergibt, spart auf dem Papier oft fünf bis zehn Prozent, trägt aber die Koordination selbst: Termine, Schnittstellen, Reklamationen. In der Praxis kostet das Zeit und häufig mehr Geld, wenn ein Gewerk auf das andere wartet. Ein Betrieb, der plant, koordiniert und ausführt, gibt Ihnen einen Termin, einen Preis und einen Ansprechpartner. Bei BAU26 ist das der Standard.
Sie planen einen Innenausbau?
Planung startenHäufige Fragen
Wann sollte ich einen Innenarchitekten beiziehen?
Bei Grundrissänderungen, komplexen Lichtkonzepten oder wenn mehrere Räume gleichzeitig neu gedacht werden. Bei BAU26 ist die Planung mit 3D-Visualisierung Teil des Angebots.
Wie früh muss ich Materialien bestellen?
Küchen sechs bis zehn Wochen, Fenster sechs bis zehn Wochen, Platten und Parkett zwei bis vier Wochen vor dem Einbau. Wir terminieren die Bestellungen im Bauprogramm.
Was gehört in ein gutes Angebot?
Einzelpositionen pro Gewerk, Materialangaben mit Marke und Qualität, Terminplan, Zahlungsplan, Garantien und die Regelung für Zusatzarbeiten.
Kann ich Eigenleistungen einbringen?
Ja, typischerweise Abbruch, Entsorgung oder Malerarbeiten. Klären Sie vorher, wer für Schäden und Termine verantwortlich ist.
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